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Fenstergriff-Stellung: auf, gekippt und zu erklärt

Kurz gesagt: Beim Dreh-Kipp-Fenster gilt - Griff nach unten = zu, waagerecht = auf (drehen), nach oben = gekippt. Umgestellt wird nur bei am Rahmen anliegendem Flügel. Der Fensterhersteller Finstral schreibt die Reihenfolge wörtlich vor: „Drücken Sie zuerst das Fenster/die Fenstertür zu und betätigen Sie anschließend den Griff.“ Sonst hebelt der Beschlag aus.

Die drei Grundstellungen

GriffstellungBedeutung
nach untengeschlossen (zu) - verriegelt
waagerechtoffen zum Drehen (ganz öffnen)
nach obengekippt (Spaltlüftung oben)

Warum die Reihenfolge wichtig ist

Stell den Griff nur um, wenn der Flügel am Rahmen anliegt. Drehst du bei offenem Flügel auf Kippen, hängt das Fenster oben und unten gleichzeitig aus - das ist das klassische Verkanten. Die Fehlbedienungssperre soll genau das verhindern; sie blockiert den Griff, wenn der Flügel nicht anliegt.

Merkhilfe

Von "zu" (unten) über "auf" (waagerecht) nach "kippen" (oben) - immer über die waagerechte Stellung gehen und den Flügel dabei anliegen lassen. Nie mit Kraft über die Sperre hinweg drehen.

Wenn der Griff nicht in die gewünschte Stellung geht

  • Geht nur bis waagerecht: Fehlbedienungssperre - Flügel andrücken und weiterdrehen. Siehe Griff blockiert.
  • Dreht durch: Stift oder Getriebe - siehe Griff dreht durch.
  • Schwergängig: Beschlag reinigen und schmieren - siehe Griff klemmt.

Willst du das eigenmächtige Kippen durch Kinder verhindern, hilft ein abschließbarer Griff.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Fenstergriff-Stellung?

Beim Dreh-Kipp-Fenster: Griff nach unten heißt geschlossen (zu), waagerecht heißt offen zum Drehen, nach oben heißt gekippt. Umgestellt wird immer über die waagerechte Position.

Warum darf ich den Griff nur bei anliegendem Flügel umstellen?

Weil das Fenster sonst verkantet und oben wie unten gleichzeitig aushängt. Deshalb den Flügel beim Umstellen an den Rahmen drücken. Die Fehlbedienungssperre soll das Fehlbedienen verhindern.

Der Griff geht nicht nach oben in die Kippstellung - warum?

Meist blockiert die Fehlbedienungssperre, weil der Flügel nicht sauber anliegt. Drück den Flügel fest an den Rahmen und dreh den Griff dabei. Dreht der Griff durch, liegt es am Stift oder Getriebe.

Warum die Sperre den Fehler nicht komplett abfängt

Fast alle modernen Dreh-Kipp-Beschläge haben eine Fehlbedienungssperre. Finstral beschreibt ihre Aufgabe klar: Griffe mit Fehlbedienungssperre „verhindern das Drehen des Griffs bei gekipptem und geöffnetem Fenster ..., was zu einem Aushängen des Fensters führen würde“. Sie greift also, wenn der Flügel offen steht und du den Griff bewegen willst.

Der Haken steht im selben Absatz: „Dennoch kann der Flügelrahmen ausgehebelt werden, wenn Sie das vollständig geöffnete Fenster ... kippen bzw. das gekippte Fenster ... vollständig öffnen wollen und den Griff betätigen, bevor der Fensterflügel komplett in den Blendrahmen gedrückt wurde.“ Genau dieser Moment - Flügel noch einen Fingerbreit vom Rahmen entfernt, Griff schon in Bewegung - ist der Fall, den die Sperre nicht abfängt. Deshalb ist „erst andrücken, dann drehen“ keine Empfehlung, sondern die Bedienreihenfolge des Herstellers.

Ist es doch passiert, hängt der Flügel oben am Kipplager und steht unten ab. Finstral rät ausdrücklich davon ab, ihn zuzudrücken - „der Flügel oder Beschlag könnte beschädigt werden“. Wie du zurück in die Ausgangslage kommst, steht unter Griff blockiert; ist der Griff dagegen nur schwergängig, hilft Griff klemmt.

Quelle zu diesem Abschnitt: Finstral, Gebrauchsanleitung und Sicherheitshinweise Fenster (PDF), Abschnitt „Hinweis zu häufigem Bedienungsfehler“.

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